Fortsetzung ROBERT ERTEL privat

Wir müssten eigentlich genug haben von den Versprech-ungen und ewigem Palaver. Es fehlt ein Mann an der Spitze, der unser Vertrauen verdient, der mit Mut und Charakter auch Taten zeigt!

Wo kann Vertrauen in die Zukunft entstehen, wenn Spitzenleute der Politik nicht einmal den privaten Bereich in Ordnung haben. Wie soll dann der Staat in den Griff zu bekommen sein? Macht und Reichtum zieht eben Frauen an wie Licht Fliegen. Man kann nicht ohne Risiko regieren. Kleine Schritte zur Belebung der Konjunktur sollten Anreize schaffen. Warum steht Deutschland immer an letzter Stelle der Europäischen Länder beim Wachstum? Jedes Jahr wird die Wachstums-Prognose der 5 „Weisen" um mehr als die Hälfte und für 2005 schon wieder von 1,6 auf 0,7 % revidiert!

Jeder Bauer trägt bewusst das Risiko der Ernte: geht die Saat auf? Gibt es genug Regen? Wie wird das Wetter? Welche Unwetter treffen mich dieses Jahr? Ist die Investition rentabel? Oder soll man gleich nur die Pauschalen für das Brachliegen der Felder kassieren? Wer nicht sät, der kann nicht ernten. Ohne Investition geht es einfach nicht. Und Investitionen gibt es nur, wenn Umsatzerwartungen den zusätzlichen Bedarf signali-sieren. Dann gibt es wieder Arbeitsplätze.

Der Bürger hat es durch seine Entscheidung in der Hand, die Weichen für die Zukunft zu stellen: Sparen ist unter diesen Gesichtspunkten falsch, da die Entwertung intensiv fortschreitet.

Da der Einzelne sowieso keine Möglichkeit der politischen Beeinflussung hat, geht man in sich, versucht zu Ver-stehen und findet nur Trost in noch schlimmeren menschlichen Ereignissen.

Das Glück ist leise, fast still. Das Geheimnis des Glücks besteht in der Zufriedenheit mit dem, was man noch hat, besinnt sich auf das Wesentliche, um den Kampf zu beenden und seinen Frieden zu finden.

4. Mai 2005