Smaragd, die grüne Leidenschaft

Seit dem Entstehen der Erde als Feuerkugel mit sehr hohen Temperaturen und der Abkühlung vor 4.5 Milliarden Jahren sind chemische Elemente in der Erdrinde in ihrer jetzigen Form gegeben. Im Erosionsgestein vor 3.8 Milliarden Jahren finden sich die frühesten Spuren von Leben. Seit diesen Einzellern bis zum Kambrium vor 500 Millionen Jahren entfaltet sich die Fauna erstmalig zu großer Artenfülle. Vor 400 Mio Jahren erobern Pflanzen das Festland. Im Erdinnern sorgen hohe Temperaturen und Drücke für Verschiebungen in der Erdkruste. Durch die einsetzende Sedimentation wird unter anderem Chrom gebildet. Für den Beryll bedeutet dies, daß er in Primärvorkommen weltweit kontaktmetamorph, in einer Wechselwirkung in von Pegmatitgängen durchzogenen Glimmer- und Hornblendeschiefern als chromhaltiges Nebengestein, durch Umwandlung entstand: Aufdringendes, heißes Magma dringt in kälteres Gestein ein, das metamorph umkristallisiert und durch Spurenelemente von Chrom (0,1-0,3%) dem Smaragd die grüne Farbe gibt. (Eisen in verschiedener Wertigkeit als Spurenelement färbt den Beryll gelb, gelbgrün, blau, Vanadium blaugrün und Mangan rosa.)

Zwar wird die Heimat unbekannter Smaragde dadurch erschwert, daß sich die Endogenese der Smaragde ständig im Fluss befindet; denn in aller Welt werden laufend irgendwo neue Smaragdvorkommen entdeckt. Die Kristallarchitektur der Smaragde neigt stark zur Bildung primärer Hohlräume. Die große Differenz der Entstehung der Smaragde rührt von zwei gänzlich andersgearteten Kristallisationsprozessen her.

In Sekundärvorkommen entstehen in Kolumbien durch hydrothermale Bildung die schönsten Farben.

Die Hydrothermale Mineralbildung mit geringen Temperaturen zwischen etwa 375 bis 100°C stammt aus echten wäßrigen, gesättigten Lösungen, die sich an Wänden und Spalten in Gängen und Adern im Verwitterungsgestein (Glimmerschiefer) abscheiden. Der Smaragd hat eine heikle Entstehungsgeschichte, die sich in den höchst interessanten Einschlüssen niederschlägt. Man spricht vom "Jardin", wegen der Vielfalt, Schönheit und Häufigkeit der Einschlüsse, die minenbezogen anders sind. (außerdem Dreiphasen-Einschlüsse: Flüssigkeit, Gasblase, eine oder mehrere feste Kristalle)

Dies ist der Nachweis auf die Echtheit des Steins.

Der Name entstammt dem Griechischen (Smaragdos), Lateinisch (Smaragdar) dem Alt-Indischen Sanskrit (marakata), diese Volksprache ist bereits im 6. Jh.v.Chr. ausgestorben, sowie aus dem Persischen, was grüner Stein bedeutet und für mehrere grüne Steine verwendet wurde.

weiter