Lapis lazuli

Der Name kam im Mittelalter aus dem Persischen zu uns und zwar durch arabische Vermittlung. Als arabische Form wird angegeben "lazaward", daraus wurde mittellateinisch letztlich lapis lazuli.
Sein zweiter Name "Lasurit" (Lasurstein) leitet sich von Lapis lazuli ab und bedeutet wie dieser "blauer Stein".

Kristallisation: kubisch, Kristalle sind sehr selten.
Härte: 5 ½

Der Lapis lazuli besteht aus einem Gemenge von mehreren Mineralien; sodaß er zu den Gesteinen gezählt wird. Die Zusammensetzung wird angegeben mit
70,9% Hauyn, 15,7 % Lasurit und 7,4 % Sodalith.
Außerdem sind an seinem Aufbau noch beteiligt: Diopsid, Glimmer, Kalk (Calcit bzw. Dolomit) und Pyrit.



Die besten Qualitäten haben gleichmäßig verteilte Farben, die von kräftigem, dunklen Blau, das von reinem Ultramarinblau bis zu heller blauen Farbtönen reichen kann. Sie wird durch den Schwefelgehalt des Lasurits bestimmt.
Der messinggelbe Pyrit (die sog. Goldpünktchen) ist sehr häufig und seine wie Flitter wirkenden Kriställchen sind sehr beliebt. Sie werden als Nachweis der Echtheit angesehen.

Die wichtigsten Vorkommen seit Jahrhunderten mit den besten Qualitäten sind im westlichen Hindukuschgebirge/Afghanistan an einem Quellfluß des Amu-Darja. Die Lagerstätte heißt Serr-i-Sang und befindet sich im oberen Teil des Koktscha in der Provinz Badakschan.
Sowjetrussische Lagerstätten befinden sich am Südwestende des Baikalsees. Muttergestein ist ein weißer, dolomitischer Marmor.

Dieser Lasurstein wurde als Stein der Harmonie geschätzt, welcher einen erholsamen Schlaf bringt und Melancholie vertreibt.

Besonders im Orient hatte die geschliffene Lapislazuliplatte mit ihren eingesprengten Pyritkörnchen eine magische Bedeutung.
Als Abbild des gesternten Himmels, von dem alles menschliche Geschick abhängt, galt der Stein als heilig.
Während seines ägyptischen Feldzuges trug Napoleon einen Skarabäus aus Lapislazuli, den er einen Pharaonengrab entnommen hatte.
Der allzu beliebte Stein fand natürlich in der magischen Medizin vielseitige Verwendung, unter anderem bei viertägigem Fieber, als Schutz für ängstliche Kinder, zur Stärkung der Sehkraft, gegen Krämpfe und Epilepsie.
Schließlich galt es als Therapeutikum gegen Asthma, Regelstörungen und Blasenleiden, Warzen, fressende Geschwüre, Lepra und als Kosmetikum; denn er macht lockiges Haar.