Beryll

Der Name Beryll kommt aus dem Griechischen (berryllos), wahrscheinlich indischen Ursprungs, die Bedeutung ist nicht bekannt. Unser Wort "Brille" ist daraus entstanden. In der Antike fertigte man aus dem farblosen Beryll Augengläser.




Den Beryll findet man in Pegmatiten, den erstarrten Restschmelzen des häufigsten Tiefengesteins, des Granits. Dieser liefert eine Fülle gut kristallisierter Minerale: Feldspat (Orthoklas=Mondstein und Labradorit, Spektrolit,) Quarz, Schiefer, Glimmer, Beryll. Als Einschlüsse können festgestellt werden:
Albit, Apatit, Epidot, Quarz, Ilmenit, Muskovit, Columbit, Granat, Orthoklas, Fuchsit, Hämatit, Glimmerkristalle.

Spezielle Fundstätten von Aquamarinen:
Brasilien: Gebiet von Marambaya am Südrand der Serra do Chifre im nördlichsten Minas Gerais, Kalifornien, North-Carolina, Utah, Südafrika: Namibia, Zimbabwe: Sandawana, Transvaal: Cobra-Mine, Tansania und Zentral-Kenia,
Indien, Sri Lanka und Madagaskar.
Größter gefundener Aquamarin in Edelsteinqualität: 1910 in Marambaya, Minas- Gerais 110,5 kg, Länge: 48,5cm, Dicke: 41-42cm.
Als Synthese werden aquamarinfarbene, synthetische Spinelle angeboten.

BERYLLIUM-ALUMINIUM-SILIKAT,
AL2 Be 3 (SI 6 O 18)
Kristallform: HEXAGONAL
Ordnungszahl der Elemente: 4
Lichtbrechung 1,577 bis 1,583
0,006 max. Doppelbrechung
Dispersion: 0,014
Mohshärte : 7,5 bis 8
Spez. Gewicht : 2.67 - 2.71
Pleochroismus: deutlich
Bei 700 bis 800° zerfällt der Stein
parallel zur C-Achse

ROSA BERYLL (Morganit: Mr. Morgan fand ihn)
Farbe rosa durch Spurenelemente von Mangan.
GELBER BERYLL (Goldberyll)


Farbe: schwach zitronengelb bis zu kräftigem Goldgelb.
farbgebendes Spurenelement : dreiwertiges Eisen
Fundstätten wie Aquamarin.